Werdegang

Aufgewachsen bin ich auf dem Land, in einem Dorf im Badischen, Nähe Heidelberg. Die Lebensrealität einer 8 -jährigen: "Ich bleibe für immer hier!"  Die einer 20-jährigen: Ich halte das hier nicht mehr aus - ich geh weg und komm nie wieder. Aus Kindern werden junge Rebellen - manchmal. Und so kam es, dass ich nach Hamburg ging mit dem Traum eine große Sängerin zu werden. Ich habe nach meiner Musical-Ausbildung (`92-´94) in Hamburg bis ca. 2015 auf vielen Bühnen gestanden, habe als Schauspielerin und Singer-Songwriterin gearbeitet und viele musikalische Projekte gestaltet. Parallel dazu erweiterte ich meine Kompetenzen für Lehrtätigkeiten und war später als Profi-Schauspiel-Coach jahrelang für Film und TV tätig. Außerdem leitete ich Kinder- u. Jugendtheatergruppen in versch. Einrichtungen. Und ich wurde Mutter von zwei Kindern und bin mittlerweile auch schon eine "Mimi" - Oma eines wunderbaren Enkelboys. Das ist die Kurzform meines Werdegangs - die äußeren Fakten. Der Lebenslauf eines Menschen wird oft an Jahreszahlen und Tätigkeiten fest gemacht. Das was hinter diesen Fakten steht ist mein Erfahrungsschatz, den ich hier ein mini Stück weit öffne. 

Wendezeiten

Durch meine Arbeit und durch meine Kids bekam ich viele Einblicke in menschliches Erleben und Verhalten. Vieles, was ich später im Studium methodisch gelernt habe, war intuitiv Teil meiner Arbeitsrealität. Es hätte einfach so weiter gehen können. 12-Stunden-Tage am Filmset über Jahre hinweg, der tägliche Druck, das Jonglieren mit unterschiedlichen Erwartungen bei meiner Arbeit, die teils schwierigen Arbeitsbedingungen und einiges mehr zeigte jedoch irgendwann Wirkung. Es kam die Zeit, wo mir klar wurde, dass ich etwas verändern musste. Nicht zuletzt, weil das Leben mir klare Hinweise gab. Auch wenn ich dies lange ignorieren wollte. Mein Körper signalisierte jedoch: wenn du dich nicht für etwas anderes entscheiden kannst, tu ich es! Ich meine damit, dass ich sehenden Auges auf ein Burn Out zugesteuert bin. Die Notbremse war der Ausstieg aus meinem bisherigen Berufsleben und der Beginn einer sinnstiftenden, neuen Ausbildung und Tätigkeit. 

StrandSchatten

Persönlichkeitsentwicklung

5 Säulen der Identität

Der Psychologe Hilarion Petzold beschreibt die Identität in fünf Säulen: Leiblichkeit, soziale Beziehungen, Arbeit und Leistung, materielle Sicherheit sowie Werte und Ideale.
Um seelisch ausgeglichen zu sein, sollten alle 5 Säulen stabil stehen und keine großen Schwachstellen aufzeigen. Die Stabilität der einzelnen Säulen kann durch unterschiedlichste Dinge geschwächt, aber auch gestärkt werden. Für Jugendliche ist diese Einschätzungs-Arbeit besonders effektiv, da hier Dinge angesprochen werden, über die sich die meisten noch keine Gedanken gemacht haben. Hierfür lasse ich je nach Alter diese Säulen gestalten: vom Ausmalen bis zum selbst Gestalten. 

5 Säulen der Identität, Petzold, Grafik Katja Keller

Rückkopplungsprozesse in der Kommunikation und ihre Auswirkungen 

DIE THEORIE

Rückkopplungsprozesse spielen im Sozialleben eine sehr wichtige Rolle. Der Mensch kommt ohne plausible Kausalitätszusammenhänge nicht aus; dies kann dazu führen, dass durch Rückkopplungen aus eklatanten Widersprüchen stimmige Geschichten gesponnen werden.

Ein Beispiel



Konzequenz

Gestörte Kommunikation, ambivalente Gefühle, 
>> das gute: Störung dieser Prozesse, durch neue Erfahrungen:
z.b. Kommunikation: Wahrnehmung (ich hab das Gefühl), Äußerung wertschätzend, Bitte

Rückkopplungsprozesse in der Kommunikation und ihre Auswirkungen 

Dies ist ein anschauliches Beispiel, das man belächeln könnte. Ist doch nicht schlimm, Kinder sagen oft sie sind nicht müde und fallen fast vom Stuhl vor Müdigkeit. Ja, mag sein! Trotzdem! Ersetzen wir müde mit böse, ängstlich, blöde, verhaltensgestört usw. und passiert dies ständig - sieht die Sache anders aus. Wir Großen wissen es: SPRACHE schafft WIR(R)KLICHKEIT. Ständige negative Rückmeldungen der Umwelt auf eigene Gefühle und Wahrnehmungen führen zu ständigen Unsicherheiten - mit Konsequenzen - denn diese Erfahrung tragen wir in uns: als Erwachsene.

Das Beispiel:

RÜCKKOPPLUNGSPROZESS

Bettgehzeit: 

"Du gehst ins Bett, du bist müde!"
"Ich bin aber noch nicht müde!"
"Doch! Du bist müde!"

Rückmeldung: Ich weiß, es besser als du, was du fühlst!

"So solltest du sein"  (müde)

Sein eigenes Empfinden und das was das Kind zu empfinden hat von der Bezugsperson, schafft eine ambivalente Situation. Die Rückmeldung enthält eine klare Abwertung gegenüber den Wahrnehmungen des Kindes.

WAS NUN? Egal ob Kind oder nicht: es fühlt, dass das nicht stimmt. Ist aber in keiner guten Ausgangslage (da Kind).

DILMMA-SITUATION

> Kind stellt die eigene Beobachtung und das eigene intuitive Wissen in Frage und hat ein DILEMMA. Zwei Möglichkeiten - es unterwirft sich der Rückmeldung oder rebelliert dagegen.

  • keine Unterwerfung zur Rückmeldung > soziale Folgen (Abenddrama, Stress mit Bezugsperson) > Verhalten wird als störend empfunden, Kind wird bestraft, Problemschleifen entstehen, hohe Triggerbereitschaft, etc.


  • Unterwerfung > Anpassung mit Preis > sich selbst nicht wichtig nehmen, Wahrnehmung wird unterdrückt bis hin zu Selbstaufgabe und sozialer Unsicherheit, als Erwachsener oft mit fehlender Bedürfnisserkennung, etc.

> Wechselwirkungen entstehen

"Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr!"

Diesen Spruch sagte einst mein Vater zum meinem Rektor in der Grundschule, da ständig Unterricht ausfiel. Doch er stimmt nicht ganz - wir sind auch als Erwachsene in der Lage zu lernen und zu wachsen.
Aber eines ist richtig: Kinder lernen schneller, ihr Gehirn befindet sich im Wachstum und alles was sie erfahren wird zu ihrer Lebensrealität. Neurologische Erkenntnisse unterstützen diese These. Wissen ist das eine - Erfahrung das andere. Weshalb es auch Sinn macht, dass in heutigen Schulen psycholsoziale Themen und Kommuniktionmodelle aufgegriffen werden. Es gibt die "Streitschlichter", das "Vier-Ohren-Modell" , Theater und Psychologie als Fach und eine Menge Präventionsmaßnahmen u.v.m.. Es soll nicht mehr gewartet werden bis das Kind in den Brunnen gefallen ist. 

Doch ist das realistisch? Reicht es aus, dass Schule und Staat sich um seelische Gesundheit kümmern? Nein, sicher nicht. Wir, als Gesellschaft - jeder von uns - muss seinen Teil dazu beitragen. Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen - ein anderes Sprichwort und das bringt es für mich auf den Punkt. Jeder Einzelne ist gefordert. Und vor allem die Eltern und Großeltern, Nachbarn und Freunde. Ich erlebe es in meinem Umfeld, dass die meisten von uns alles dran setzen, dass dies auch gut gelingt. 
Deshalb finde ich es wichtig, dass wir alle aufmerksam sind und bleiben und helfen, wenn wir merken, dass es irgendwo klemmt. Nicht mit dem Zeigefinger - sondern mit wertschätzender Unterstützung. Kein Ratschlag (sind auch nur Schläge) hilft, wenn die Lebensrealität der Familie eine andere ist. 

Es gibt Phasen im Leben, da gerät alles aus den Fugen und die Last scheint uns zu erdrücken. Eine notwendige Veränderung wäre von Vorteil - doch wie geht Veränderung? Wie geht Bewältigung? Wie geht Konfliktlösung? Wie geht Selbstreflexion? Wie aktiviere ich meine Ressourcen? Wie finde ich in meine berufliche Rolle? Wie geht Heilung? 

Mit solchen Fragen und Problemen sind Sie NICHT ALLEIN! Ich schaue mit Ihnen ihr System an: ihr Selbsterleben, ihr inneres Team,  ihr Beziehungsgeflecht, familiäre Strukturen oder berufliche Herausforderungen.  Oder geht es nicht um Sie, sondern um ein Kind? Auch hier hat die systemische Therapie kreative und lebendige Methoden, die schnell greifen können. 
Sie selbst sind der/die beste Expert*In für ihr Leben - ich die Expertin für Veränderungsprozesse.

Glaubenssätze - unsere innere Wirklichkeit

Ich höre oft den Spruch: "Alles nur Idioten um mich herum!" - Das kann soviel heißen wie, dass alle anderen doof sind, selber schuld sind, falsch drauf, nicht richtig, denkgestört, usw. - also eine Bewertung anderer! Nur man selber weiß bescheid! Klar!

Heißt dann aber auch: dass man es nur mit solchen Leuten zu tun kriegt - denn das an was man glaubt, das wird i.d.R. auch eintreten. Das Leben serviert einen "Idioten" nach dem anderen. Denn Teile des Selbst möchten in dieser Ansicht  immer wieder aufs Neue bestätigt werden. Darauf richtet man seinen Fokus.

Also, an das was man glaubt, das tritt ein. Schon erlebt? Immer wieder erlebt? Dann fragt man sich: Warum passiert immer nur mir sowas??? Man könnte sich aber auch mal überlegen, ob man mit einem solchen Glaubenssatz endlich aufräumen will. Denn es macht keinen Spaß immer nur mit Idioten zu tun zu haben, oder? Weit verbreitet auch Sätze wie: Du bist nicht richtig! Du machst alles falsch! - Ja, auch das sind Glaubenssätze.

Wertende Glaubenssätze sind hinderlich. Egal, ob sie andere oder einen selbst betreffen. Sie sind nicht dienlich im Prozess der Veränderung. Sie beeinflussen unser Denken, unser Handeln, unser Miteinander. Doch wie kann man solchen Glaubenssätzen auf die Spur kommen und wie kann man sie abstellen? 

Sich darüber bewusst werden ist schon mal sehr gut. Doch gewisse Impulse, schnelle Reaktionen und altbekannte Muster lassen ein Abstellen oft nicht zu. Da hat unser Hirn auch noch was mitzubestimmen. Denn erlerntes Verhalten und automatisierte Gedanken sind meist von langer Hand einprogrammiert. Und wir haben ein Körpergedächtnis, dass nicht so einfach auf Null springt.

All das betrifft nicht nur die schnellen Bewertungen anderer, sondern auch die verborgenen Glaubenssätze, die einen selbst betreffen und abwerten: "Ich kann nichts", "War ja klar, dass ich das nicht schaff!", "Ich werde nie etwas erreichen!", "Ich bin nichts wert!" , "Ich bin ein Idiot!" usw.

Was also tun? Ich würde sagen: Systemcheck!
Fachärzte prüfen auf Herz und Nieren, wenn wir körperlich und/oder geistig nicht funktionieren. Das stotternde Auto kommt in die Werkstatt! Also warum nicht auch mal einen Glaubens-System-Check bei einer Systemikerin wie mir machen? Quasi ein Glaubenssatz-TÜV? 

Kindheit im Wandel

Wenn alles zu viel wird…

Unsere Kinder sind einer immer komplexer werdenden Umwelt ausgesetzt. Ein hoher Leistungsdruck, Ängste, Gruppenzwang, Identitätssuche oder gesellschaftliche Themen können das innere Gleichgewicht empfindlich stören. Und wenn dann auch noch der Haussegen schief hängt, kann ein „grade rücken“ allen viel Kraft abverlangen, zumal bereits versuchte Problemlösungen nichts gebracht haben und somit Teil des Problems geworden sind.
Helfen Sie ihrem Kind beim Selbstständig werden und bieten ihm Schützenhilfe durch professionelle Unterstützung beim Selbstmanagement.
Im systemischen Einzelcoaching, ggf. einer Therapie unterstütze ich systemisch beim Bewältigen konkreter Probleme und Störungen.

Junge Erwachsene: Mit 18 sagt dir keiner mehr was - aber vielleicht hast du viel zu sagen...?

Vielleicht hast Du Themen über die du mal reden möchtest oder Dinge, die du gern anders hättest. Als neutrale unabhängige Person stehe ich voll und ganz hinter deinem Anliegen - egal um was es geht. Vielleicht brauchst du nur eine einmalige Beratung, vielleicht ein Coaching - das finden wir gemeinsam heraus. Lösungen können manchmal ganz schnell gehen. Hier ein paar Themen, die es dir vielleicht leichter machen, mich zu kontaktieren. 

Stress zu Hause, Kinder und Jugendliche, Katja Keller, München

Stress zu Hause

  • Kommunikationsprobleme
  • Unbearbeitete Konflikte
  • Wunsch nach mehr Eigenständigkeit
  • Umgang mit erkrankter Bezugsperson 
  • Geschwisterzoff
  • Trennung der Eltern
  • Gewaltthemen


Zukunftsplanung, Kinder und Jugendliche, Systemische Therapie, Beratung,  München

Zukunftsplanung

  • Zielsetzung für die Zukunft
  • Antriebslosigkeit & Ängste
  • Konflikte in der Schule/ am Arbeitsplatz / im Studium
  • Entscheidungswirr-warr
  • Psychische Gesundheit
  • Beziehungsgestaltung - Junge Paare


Gefühlschaos

  • Liebeskummer
  • Niedergeschlagenheit
  • Fehlendes Selbstvertrauen
  • Ängste und Sorgen 
  • Aggressionen und Impulsivität
  • Reflexion der Kindheit 
  • Umgang mit Krankheit


Kinder sind Verwandlungskünster

Sie lernen immer und verwandeln sich damit jeden Tag.  Sie sind Experten der Veränderung! 

Sie lernen durch Übung

Von Geburt an. Ständig! 
Bis sie greifen können, laufen , sprechen, lesen, schreiben.
Bis sie sich selbst anziehen können, Fahrrad fahren oder schwimmen können. Alles eine Sache der Übung - weil so das neuronale Netz im Gehirn alles schön zusammen kriegt. 

Sie lernen auch durch Beobachtung

Was sie sehen, was sie hören, was sie spüren.
Sie beobachten ihre Bezugspersonen, das Umfeld und später die Gesellschaft.
Und sie übernehmen Verhalten. Sie übernehmen Sprache.
Sie verhalten sich aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen. Automatisch entstehen dabei ihre individuellen Bewältigungsstrategien. 

Beobachtungslernen kann zum Problem werden, wenn Erwachsene nicht authentisch handeln. Zum Beispiel verstehen Kinder keine Ironie. Gesagtes und Wahrgenommenes passt nicht zusammen. Oder wenn man ihnen was verbietet und zwei Minuten später dürfen sie es doch, weil sie ordentlich geweint haben. Kinder sind auch Trickkünstler, sie beherrschen sehr schnell die Spielregeln. Und sie verändern sie, weil sie schlau sind.

Sie merken, worauf ich hinaus will?

Sie lernen auch Dinge, die ihnen Probleme bereiten. 
Oder Sie lernen vieles nicht, was zum Problem werden kann. 
Weil sie nicht ausreichend unterstützt werden oder zu viel.
Weil sie Ängste übernehmen oder Aggressionen.
Weil sie reagieren auf das, was sie noch nicht begreifen können.
Weil sie mehr wie ein Partner, als wie ein Kind behandelt werden.
Weil sie sich nicht sicher sind, ob sie ihr Bedürfnis zeigen oder verbergen müssen.


Was möchte ich, was mein Kind lernt fürs Leben? 

Und was möchte ich ihm ersparen?
Darüber kann man REDEN.